Alkohol. Was das wieder kostet

Statistisch trinken 95% derjenigen, die diesen Blogpost lesen, mindestens gelegentlich mal Alkohol. Einige wohl auch deutlich öfter und vor allem zu viel. Passiert. Wir sind ja größtenteils Erwachsene.  Und vermutlich sind wir auch froh, dass wir dafür keine Unsummen ausgeben müssen. Aber ich frag mich, muss das denn sein?

Ich muss ja nicht mal in einen Discounter gehen, ich bekomme auch schon im Rewe eine Flasche Fuselwodka für 4,99. Für den Normaltrinker reicht das ja für 2 mal Vollrausch, oder für 3 Jugendliche. Flasche Cola für 2 Euro dazu und schon hat man für 7 Euro zu dritt viel Spaß und wird billig ans gesellschaftlich akzeptierte Trinken herangeführt.  Eigentlich ist das doch scheiße.

Wusstet ihr, dass die Steuereinnahmen aus Bier-, Schaumwein- und Spirituosensteuer pro Jahr etwa 3,3 Milliarden Euro betragen? Das ist ja schon ordentlich Geld. Bis man die Gegenseite betrachtet. Geschätzt liegen die Kosten zur Behandlung von alkoholbedingten Krankheiten pro Jahr bei 26,7 Milliarden Euro. Abgesehen von den 23 Milliarden Euro Verlust kommen noch die ganzen persönlichen Schicksale hinzu, die unter den Folgen des Alkohols leiden. Und die ganzen Angehörigen erst der rund 74000 Alkoholtoten pro Jahr und die Billiarden an toten Hirnzellen derjenigen, die nicht sofort leiden.

Ich werde auch weiterhin gern mal einen trinken, aber ich finde, eine Flasche Schnaps sollte es nicht unter 20 Euro zu kaufen geben. Der relative Preis von alkoholischen Getränke im Vergleich zu sonstigen Lebenshaltung sinkt deutlich. Grade solange Marihuana weiterhin verboten bleibt finde ich es absurd, dass die weitaus schlimmere Droge Alkohol für wenig Geld zu haben ist.

Wie seht ihr das mit dem Preis für eine Flasche Schnaps, was ist für euch die Untergrenze?

One thought on “Alkohol. Was das wieder kostet

  1. Das ist doch gewollt. Was denkst du, würden die die ganzen saufenden Horden tun, wenn es plötzlich keinen Sprit mehr gäbe. Sie würden sich andere Beschäftigungen suchen, am Ende sogar nachdenken. Wir hätten vom Tag eines fiktiven, absoluten Alkoholverbots an noch 24 Monate Zeit, bis unsere Gesellschaft implodieren würde…das ist zumindest meine vorsichtige Schätzung.

    Sag Einer, der früher gerne und viel getrunken hat und auf jeder Party dabei war. Bis Ihm ein Licht auf ging. Wie hell würde die Welt wohl strahlen, wenn plötzlich allen Lichter aufgingen?

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